13.03.2017

LIONS stehen sich selbst im Weg

72:70 hieß es am Ende in Bad Aibling. Die Zuschauer hatten ein umkämpftes und zum Ende sehr spannendes Spiel gesehen, wo die Halle LIONS es leider zum wiederholten Male in dieser Saison verpasst hatten, ihre zwischenzeitlich starke Leistung über 40 Minuten zu zeigen.

Wie in der vergangenen Woche wurden die wenigen Spielerinnen der Fireballs vom stimmungsvollen Publikum getragen. Im ersten Viertel schien es, als würden sich die jungen Löwinnen davon nicht beindrucken lassen. Janee Thompson und Inken Henningsen eröffneten mit zwei Dreipunktwürfen den Punktereigen der Hallenserinnen. Zu Beginn der Partie stand bei beiden Teams die Defense im Focus was sich zum Viertelende in einem Punktestand von 12:16 zeigte.

Im zweiten Spielabschnitt entwickelte sich das Spiel ausgeglichen. Die Punktausbeute wurde ein wenig höher. Man merkte den Löwinnen bereits jetzt an, dass es für sie um alles ging. Der Wille zu gewinnen war deutlich zu erkennen, doch immer wieder misslangen Aktionen oder der Wurf fand nicht sein Ziel. Mit 34:32 ging es in die Kabine.

Zu Beginn des 3. Viertels starteten die Löwinnen stark und erarbeiteten sich einen Vorsprung. Leider zeigte sich dann das was die LIONS bereits die ganze Saison begleitet. Unerfahrenheit, teilweise Kopflosigkeit und einige Unbeherrschtheiten. Dies führte dazu, dass nun die Gastgeberinnen das Zepter komplett in der Hand hielten. Sie spielten nun die größere Erfahrung aus. 57:47 stand es nach 30 Minuten.

Die ersten Minuten im Schlussviertel brachten keine Besserung. Die Fireballs hielten ihren Vorsprung und das Spiel schien drei Minuten vor Ende fast verloren. Dass die LIONS aber immer bis zum Schluss kämpfen, hätte sich dann fast ausgezahlt. Mit einem famosen Schlussspurt gingen die Hallenserinnen die letzten Spielminuten. Leider war das Spiel zwei Minuten zu kurz. 72:70 stand zum Schluss auf der Anzeigetafel und die Löwinnen verließen mit gesenktem Haupt die Halle.

„Es ist sehr schade, dass wir dieses Spiel so knapp verloren haben. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass wir es nicht über 40 Minuten schaffen unseren besten Basketball zu spielen.“ So der merklich enttäuschte René Spandauw am Tag nach dem Spiel. Ein weiterer Faktor war für den HeadCoach der LIONS die Performance von Kaneisha Horn und Sara Hammond. „Beide kamen nicht wirkungsvoll ins Spiel. Sie erzielten nur drei Treffer bei gemeinsam 15 Versuchen und waren nach 20 (Horn) bzw. 13 (Hammond) Minuten ausgefoult“ so René Spandauw. Kaneisha Horn und Sara Hammond liefern üblicherweise gemeinsam 22 Punkte und knapp 15 Rebounds pro Partie, die Bad Aiblinger Defense ließ dies allerdings an diesem Abend nicht zu.

Nun heißt es für die LIONS, nachdem nun auch noch Chemnitz gegen Saarlouis gewann, am Samstag gegen Marburg zu siegen. Denn sonst muss man auf den Bestand des Spielwertungsentscheids gegen Freiburg hoffen und das soll nun wirklich nicht den Ausschlag für einen Klassenerhalt geben.

Fotos von Thomas Brüning

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