09.10.2017

Mental nicht wirklich bereit

So beschrieb Brittany Hrynko, Spielmacherin der GISA LIONS SV Halle, eine Ursache der vermeidbaren Niederlage gegen den Herner TC am Sonntagnachmittag in der ERDGAS Sportarena. Doch der Reihe nach:

Die Spiele gegen Herne sind spätestens seit der Finalserie der 2. Bundesliga Nord 2006/07 etwas besonderes für die GISA LIONS. Damals stieg das Team von der Saale direkt durch zwei Heimsiege auf. Herne nahm das Aufstiegsrecht als Nachrücker war. Die Spiele zwischen beiden Teams waren immer hart umkämpft. Seither haben sich sowohl die Mannschaften als auch die DBBL stark verändert. Nun gab es das erste Aufeinandertreffen in der Saison 2017/18. Am Ende leuchtete ein 64:79 von der Anzeigetafel. Die Löwinnen waren nach 40 Minuten sichtlich enttäuscht über die Niederlage nach einem Spiel, dass man doch zu gern mit einem Sieg beendet hätte. Aber woran lag es? In der ersten Halbzeit könnte man diese Frage mit zwei Statistiken beantworten. Die Reboundbilanz gewann der Herner TC deutlich 17:26 - eigentlich eine Stärke der Löwinnen. Neun Offensivrebounds ließen die Hallenserinnen zu und erlaubten den Gästen zweite Wurfchancen. Diese wurden oftmals in Form von Dreipunktwürfen genutzt. Und das war dann der zweite statistische Unterschied - während Herne sieben Mal bei 18 Versuchen jenseits der 6,75 m erfolgreich war, gelang den GISA LIONS nur ein erfolgreicher Dreier (von 11). Aber es war nicht nur die Statistik, René Spandauw stellte fest: "Wir wollten ruhiger spielen um weniger Ballverluste zu produzieren. Obwohl wir das am Anfang auch ganz gut gemacht haben, fehlten uns dabei leider die Kraft und Energie aus den vergangenen Spielen." Herne führte deshalb nach 20 Minuten 31:44. Nach der Pausenansprache kamen die GISA LIONS besser aus der Kabine. Durch aggressive Verteidigung und schnelle Fastbreak-Punkte waren die Löwinnen in der 26. Minute wieder auf 4 Punkte dran (45:49). Danach passierte jedoch leider wieder das, was die GISA LIONS wie ein störender Stein im Schuh durch die bisherige Saison begleitet: unnötige Ballverluste, die zu einfachen Punkten für den Gegner führen. In der 32. Minute lagen die Gäste wieder mit 13 Punkten vorn und brachten die Führung routiniert über die Zeit. "Es ist ärgerlich, denn wir wussten, wie wir Herne hätten schlagen können, das ist uns heute vor allem mental nicht gelungen.", resümierte der Headcoach.
Für die GISA LIONS geht es am kommenden Sonntag zum nächsten schweren Auswärtsspiel nach Nördlingen zu den TH Wohnbau Angels.

GISA LIONS SV Halle: Shumpert (18/7), Hrynko (14/4), Pohlmann (8/7), Quinn (8/5), Henningsen (8/-), Djukic (4/1), Büschel (2/1), Kiejdrowska (1/1), J. Schinkel (1/1), L. Schinkel (-/3), Hanzalek

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