16.10.2017

Katastrophales erstes Viertel raubt die Hoffnung auf den Sieg

Schon nach zehn gespielten Minuten war klar - die LIONS würden das gesamte Spiel einem Rückstand hinterherlaufen müssen. So geschah es auch, doch von Beginn an.

Das Team von René Spandauw startete mit vier schnellen Punkten und Hoffnung keimte, dass die Löwinnen die letzte Niederlage gut verdaut hatten. Doch was dann folgte zerstörte diese umgehend. Ein 10:0 Lauf der Angels ließ die Löwinnen scheinbar erstarren. Das erste Viertel entwickelte sich zu einer Katastrophe. Rebounds wurden vergeben, Bälle hergeschenkt und Korbleger nicht verwandelt. 32:14 stand es nach zehn Minuten.

Scheinbar schienen René Spandauw und Christian Steinwerth in der Viertelpause aber die richtigen Worte gefunden zu haben. Den Löwinnen gelang es nun immer öfter Aktionen erfolgreich abzuschließen. Vor allem Janina und Laura Schinkel waren hier mit ihrer Intensität insbesondere in der Defense hervorzuheben. Dass die GISA LIONS nun besser ins Spiel fanden, war daran zu sehen, dass die Nördlingerinnen nun nervöser wurden und ihrerseits viele Turnover begingen. Leider konnten aber auch die Hallenserinnen nicht alle Ballverluste vermeiden und allzu oft kam es vor, dass gerade gewonnene Bälle gleich wieder „weggeworfen“ wurden. Dennoch konnten die GISA LIONS den Rückstand um fünf Punkte auf 48:35 verkürzen.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich das Spiel auf Augenhöhe. Immer wieder war es die überragend agierende Khadijah Shumpert (33 Punkte), die ihr Team bei einem Rückstand von 10 bis 15 Punkten hielt. Einen „Schlüssel“ konnten die LIONS an diesem Nachmittag allerdings nie für sich erkämpfen: das war der Rebound. So holte allein Kimberly Pierre Louis 23 Bälle nach Fehlversuchen zurück. Teilweise wurde es den Angels gestattet gleich zwei oder drei Wurfchancen in einem Angriff zu haben. Mit 63:51 ging es in das letzte Viertel.

Auch dieses war ein Wechselbad der Gefühle. Keimte zu Beginn ein klein wenig Hoffnung, das Spiel doch noch zu drehen, waren es circa drei Minuten vor Ende wieder knapp 20 Punkte Rückstand. Mit einem energischen Endspurt gelang den Löwinnen noch eine gehörige Ergebniskorrektur. Mit einem 85:78 im Gepäck traten die GISA LIONS die Heimreise an.

Head Coach René Spandauw fiel es schwer diese Niederlage zu erklären. „Es war unerklärlich, warum wir im 1. Viertel so schlapp spielten. Genau das wollten wir vermeiden. Danach gewinnen wir alle drei Viertel, in denen wir taten, was wir von Beginn an tun wollten. Wir haben uns mehrfach ins Spiel zurückgekämpft aber 18 Punkte Rückstand aufzuholen ist eben nicht leicht“, so der Niederländer.

Nun ist das Spandauw-Team gegen Hannover gefordert einen kompletten Saison-Fehlstart am Samstag zu vermeiden.

In Nördlingen spielten:

Kiejdrowska (9 Punkte, 3 Rebounds), Hrynko (11,3), Pohlmann (4,2), L. Schinkel (3,1), Hanzálek, Henningsen (9,0), Shumpert (33,13), J. Schinkel (0,1), Djukic (2,1), Büschel (2,1), Quinn (5,7)

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