30.10.2017

Erleichterung

Der Stein vom Herzen der GISA LIONS SV Halle fiel am Samstagabend 20:50 Uhr in Marburg. Das Team strömte zusammen und lag sich in den Armen, René Spandauw riss die Arme in die Höhe. Gerade hatten die Erstligabasketballerinnen aus Halle völlig überraschend mit 69:72 gegen den BC Marburg gewonnen.

Nach den vergangenen Wochen und fünf Niederlagen in Folge (vier in der Liga und vergangenen Mittwoch im DBBL-Pokal) hatten es die GISA LIONS nicht leicht. Vor allem, dass sie oft bereits zur Halbzeit einem hohen Rückstand nachliefen und ihre Stärken nicht richtig ausspielen konnten, wollten die Löwinnen in Marburg nicht passieren lassen. Wie die Feuerwehr starteten sie in die Partie und lagen durch ihre aggressive Verteidigung schnell über 0:8 und 8:17 vorn. Marburg, das ohne die verletzten Svenja Greunke und Alex Wilke spielen musste, stellte sich auf das Hallenser Spiel ein und schloss zum 14:18 auf. Im zweiten Viertel änderte sich jedoch der Spielverlauf, nicht zuletzt durch die Foulbelastung - Centerspielerin Khadijah Shumpert hatte bereits 3 Fouls. Sechs Minuten lang gelang den GISA LIONS kein Korb und Marburg zog vorbei und führte zur Halbzeit mit 35:26. Wie in den vergangenen Spielen waren die LIONS durch ihren Einbruch zunächst weiter verunsichert und gestatteten den Marburgerinnen weitere sechs Punkte zum 41:26. Was folgte war eine Auszeit, die eine überraschende Wirkung zeigte: motiviert, schnell und voller Kampfkraft bäumten sich die Löwinnen gegen die drohende Niederlage und fighteten sich zurück ins Spiel. Mehr noch sie übernahmen zum Ende des dritten Viertels sogar die Führung zum 52:55. Das vierte Viertel war dann nichts für schwache Nerven. Das Spiel war völlig offen, doch drei Minuten vor Spielende beim Stand von 66:69 musste Shumpert mit fünf Fouls vom Feld. Ein Rückschlag, den die GISA LIONS an diesem Abend als Team überstanden. Es war ein kleines bisschen auch das Glück des Tüchtigen, dass der letzte Dreipunktwurf von Marburg nur knapp sein Ziel verfehlte und beim 69:72 ertönte die Sirene zum ersten Auswärtssieg der Saison! Erleichtert war auch René Spandauw nach der Partie: "Ich bin sehr froh, dass wir trotz des Rückstands nicht aufgegeben haben, sondern endlich das gezeigt haben, worüber wir schon eine ganze Weile reden. Wir haben uns wahnsinnig gut ins Spiel zurück gekämpft. Die Dinge, die wir zuletzt in der Trainingsgestaltung und Spielaufassung verändert haben, hat das Team gut umgesetzt. Das hat uns in dieser Partie schon geholfen." Dem stimmte auch Geschäftsführerin Dr. Cornelia Demuth zu, die zum Unterstützen mit nach Marburg gereist war: "Nach den zwei herben Niederlagen, hat das Team gezeigt, dass es sich auch aus einem Rückstand zurück kämpfen kann und daran waren alle beteiligt auf dem Feld und auf der Bank. Das war sehr wichtig. Im Namen der GISA LIONS bedanke ich mich auch ganz persönlich bei unserem kleinen, aber sehr lautstarken Fanblock, der mit uns diesen Abend durchgestanden hat!"
In einer Sache sind sich jedoch im LIONS-Lager alle einig: Das war der erste Schritt in die richtige Richtung, eine Art Neuanfang, der jetzt konzentriert und weiter mit gemeinsamer harter Arbeit zu einem konstanten Spiel der GISA LIONS SV Halle führen soll.

GISA LIONS SV Halle: Hrynko (21 Punkt/8 Rebounds/- Dreier), Shumpert (15/3/-), Quinn (12/8/-), Henningsen (11/3/3), Pohlmann (7/3/1), Kiejdrowska (2/2/-), L. Schinkel (2/1/-), J. Schinkel(2/1/-), Büschel (-/1/-), Djuikic, Hanzalek

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