Neun Minuten sahen die Zuschauer in der ERDGAS Sportarena eine Partie auf Augenhöhe. Aber ein desaströses 2. Viertel zerstörte jede Hoffnung auf den Heimsieg und die zwei Punkte im Abstiegskampf. Die GISA LIONS SV Halle unterlagen am 18. Spieltag der 1. planet photo DBBL dem BC Pharmaserv Marburg mit 65:85.

Der Start der GISA LIONS in die Partie war frisch und variabel in der Offense und auch die Defense stand zunächst gut. So lagen die LIONS nach sechs Minuten 21:15 verdient vorn, als Gästecoach Patrick Unger seine erste Auszeit nahm. Die wirkte für die Gäste und Marburg legte zum Viertelende einen 2:11-Lauf hin, bei dem das Spiel der Hallenserinnen bereits an Stabilität verlor. Während Marburg im 2. Viertel flüssig weiterspielte, war bei den GISA LIONS gänzlich der Wurm drin. Sie verstrickten sich in Einzelaktionen und leisteten sich viele Ballverluste und Fehlwürfe. Daraus machten die Gäste mehrfach einfache Fastbreak-Punkte, weil auch das Umkehrspiel in der Defense gar nicht mehr funktionierte. Mit 7:22 gaben die Gastgeberinnen dieses Viertel ab. Auf die Nachfrage, wie es zu diesem Bruch im Spiel kommen konnte, sagte Christian Steinwerth im Coachtalk nach dem Spiel: „Wir sind wirklich gut gestartet, aber dann verlieren wir den Kopf und vor allem die Disziplin. Außerdem müssen wir einfach viel mehr verteidigen wollen!“

Das dritte und vierte Viertel gestalteten die GISA LIONS insgesamt ausgeglichen (19:22 / 16:15). Aber immer wenn ihnen ein kleiner Lauf gelang, machten einfache Abstimmungsfehler in der Verteidigung diesen zunichte. Da die Gegnerinnen fast die Hälfte aller Würfe aus dem Feld (45%, Anm. der Redaktion), davon 11 Dreipunktwürfe, verwandelten, waren sie an diesem Nachmittag für die LIONS nicht zu schlagen. Vier Spiele verbleiben in der 1. planet photo DBBL und der Kampf gegen den Abstieg wird immer schwerer, denn Heidelberg und Göttingen gewannen jeweils ihre Heimspiele. Die nächste Chance auf Punkte bietet sich am kommenden Sonntag um 16.00 Uhr in Chemnitz. Bis dahin bleibt dem Team weiter hart an ihrer Verteidigung zu arbeiten um über Kampf und Defense doch noch erfolgreich zu werden.

GISA LIONS SV Halle: Quinn (18 Punkte, 9 Rebounds, – Dreier), Hrynko (17/3/1), Shumpert (11/6/-), Henningsen (6/2/1), J. Schinkel (4/-/-), Büschel (4/2/-), Pohlmann (3/5/1), Prötzig (2/3/-), L. Schinkel (-/1/-), Djukic (-/2/-)