Foto: Lena Wereschinski
VON ANDREA HEISE
Nach der unnötigen Niederlage im ersten Auswärtsspiel am vergangenen Mittwoch war die Anspannung beim Team der GISA LIONS vor dem Spiel bei den Krofdorf Knights regelrecht greifbar, zumal auch im Vorfeld seitens des Gegners die Favoritenrolle eindeutig an die LIONS abgegeben wurde. Glücklicherweise konnte diese in positive Energie umgewandelt werden, die Hallenserinnen starteten wie die Feuerwehr und ließen dem Gegner im ersten Viertel kaum Gelegenheit, ihr Set Play umzusetzen.
Auch wenn die Krofdorfer in den zweiten 10 Minuten besser ins Spiel fanden und diesen Abschnitt für sich entscheiden konnten, stand zur Halbzeit eine 10 Punkte Führung für die GISA LIONS auf den Anzeigetafel.
In Anbetracht der schlechten Trefferquote war für den zweiten Spielabschnitt auch noch viel Luft nach oben. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt machte sich bei allen Beteiligten große Zuversicht breit.
Apropos Wurfquote – ließ selbige auch am Ende des Spiels zu wünschen übrig – eine kleine Frau war an diesem Sonntagnachmittag ganz groß:

Dimitra Kambouraki (6), hier im Testspiel gegen Braunschweig                                                                            Foto: Carola Stolze

Dimitra Kampouraki  traf mit traumwandlerischer Sicherheit und hatte am Ende nicht nur 17 Punkte auf ihrem Konto, sondern erzielte diese ohne einen einzigen Fehlwurf! Eine 100%ige Wurfausbeute bei soviel unterschiedlichen Würfen (4 aus der Nahdistanz, 2 aus der Mitteldistanz, 1 Dreier und 2 Freiwürfe) gehört definitiv zu den ganz seltenen Ereignissen in einem Spiel!
Die zweite Hälfte ist dann auch schnell erzählt. Eine nicht nachlassende und hellwache Defense, die am Ende 25 Steals  verzeichnen konnte, eine nun immer besser werdende Christin Mercer und die durch eine Verletzung vom letzten Spiel leicht angeschlagene Barbora Kasparkova drückten dem Spiel ihren Stempel auf und ließen den Vorsprung auf knapp 30 Punkte anwachsen. Dieser Vorsprung gestattete dem Trainer dann auch die Möglichkeit, allen Spielerinnen Einsatzmöglichkeiten zu geben, was den Ausgang des Spiels aber nicht beeinflussen sollte.
Coach Araujo war nach dem Spiel sehr zufrieden, dass die GISA LIONS den Rhythmus des Spiels bestimmten, den Fokus auch in der zweiten Hälfte nicht verloren und man phasenweise sah, was in dem Team steckt.
Für ein mannschaftlich geschlossenes Spiel sprechen auch diesmal 16 Assists. So ist das Team auf dem richtigen Weg, auf dem es dennoch viel zu tun gibt. Nach diesem Spiel sind das die Rebounds und die Dreierquote, aber die Saison hat auch erst begonnen.

Für Halle spielten:
Bennett 7 Punkte, 1 Rebound, 5 Steals, Büschel 4/8, Hebecker 3/5, Heinicke, Kampouraki 17/4 Steals, Kasparkova 12/6/5, Kazlauskaite 8/2/3, Kühn 2, Mercer 15/9/5 5 Assists, L. Schinkel 0/3, J. Schinkel 2/2, L. Wackermann 3