Foto: Carola Stolze

VON ANDREA HEISE

Was kann man nicht alles an einem Wochenende unternehmen? Die Vorschläge wären mannigfaltig. Eine Möglichkeit – Basketball spielen und das auch gern um eine Deutsche Meisterschaft.

Am 11/12. Mai 2019 fanden die Deutschen Meisterschaften der Ü 45 Damen in Halle an der Saale statt. Die Ausrichter waren der USV und SV Halle, die sich im letzten Jahr mehr oder weniger dazu überreden ließen, dieses Turnier auszurichten.
Der Gedanke daran bereitete nicht nur einmal etwas Bauchgrummeln, aber das Team, das nicht nur auf dem Court, sondern auch abseits davon eine langjährige und vor allem besondere Verbindung lebt, hat es geschafft, mit viel Herz und Spaß an der Sache, ein bei allen Beteiligten in Erinnerung bleibende Meisterschaft durchzuführen.
Die namentliche Nennung all jener, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben würde den Rahmen sprengen. Daher stellvertretend unserem Websidegestalter, allen Referees (insbesondere Andreas und Gerald), den Schreiberlingen, Zeitnehmern, den wunderbaren Musikern, den Damen der Turnhallenversorgung, den Mädels der Basket Factory, der abendlichen Buffetzauberin und dem fantastischen Servicepersonal, unserer Caro, dem Oberbürgermeister der Stadt Halle, den nimmermüden Hartmut Wunderlich und Robert Kaiser ein von Herzen kommendes Dankeschön.

Natürlich wurde auch Basketball gespielt. Das Teilnehmerfeld war mit der BG Bonn, den Nord-Süd-Baskets, den Hochheim Hawks, der MTV/BG Wolfenbüttel, der SG Saarland und dem halleschen Team nicht nur geografisch breit gefächert.
Der Titelverteidiger ASC and Friends war diesmal nicht am Start. So gab es nicht wenige, die dem vorjährigen Finalisten Nord-Süd-Baskets und den Hochheim Hawks die Favoritenrolle zusprachen.
Dass die Mädels aus Hessen am Ende den Pokal mit nach Hause nahmen war sicherlich keine große Überraschung, dafür war aber ein Buzzerbeater im Halbfinale notwendig. Doch der Reihe nach.

Die Vorrunde in Gruppe A offenbarte die Erkenntnis, dass die arg dezimierten Kader der Saarländerinnen und Hallenserinnen (beide Teams hatten nur 6 bzw. 7 Spielerinnen zur Verfügung) keine Chance gegen die hessischen Powerfrauen hatten. Für die Gastgeberinnen war der Sieg gegen das Saarland bereits der Höhepunkt des Turniers.
In der Gruppe B verschliefen die Nord-Süd-Baskets die Auftaktpartie gegen Bonn, am Ende der Vorrunde war die Korbdifferenz für die Platzierung ausschlaggebend (da jedes Team einen Sieg verbuchen konnte) und hier hatten die Damen aus Bonn die schlechtesten Karten.

Die morgendlichen Halbfinalbegegnungen am Sonntag zeigten zumindest den Hallenserinnen, dass es bessere Zeiten gibt, um Basketball zu spielen. Auch wenn der zweite Spielabschnitt gegen Wolfenbüttel gewonnen werden konnte, war der Rückstand aus den ersten 10 Minuten nicht mehr wett zu machen.
Das zweite Halbfinale zwischen den Hochheim Hawks und den Nord-Süd-Baskets war ein Duell auf Augenhöhe, das durch den bereits erwähnten Buzzerbeater entschieden wurde. Dieser Augenblick offenbarte alle Emotionen, die der Basketball zu bieten hat. Herz, was willst du mehr!

Die Finalspiele sind schnell erzählt. Halle kämpfte mit den verbliebenen 6 Spielerinnen tapfer, hatte aber den treffsicheren Nord-Süd-Baskets nichts mehr entgegenzusetzen. Ähnlich erging es den Saarländerinnen, die sichtbar ermüdet, das Spiel um Platz 5 gegen Bonn verloren.
Das Endspiel war eine klare Angelegenheit für die Hochheim Hawks und so jubelten die Damen aus Hessen über die verdiente Deutsche Meisterschaft. Die Mädels aus Niedersachsen konnten sich dann aber sehr schnell über die Silbermedaille freuen (sorry Mädels, wir arbeiten noch an der Umsetzung!), hatten sie in den zurückliegenden Jahren doch regelmäßig den undankbaren 4. Platz belegt.

Eine Neuauflage des Turniers wurde bereits beschlossen und die Saarländerinnen freuen sich, altbekannte und neue Gesichter zur 11. Deutschen Meisterschaft 2020 begrüßen zu können.
Zusammenfassend bleibt festzustellen, Frauen aus Halle und vor allem jene, die Basketball spielen, sind einfach eine Wucht! Danke Mädels, dass es euch gibt!

Hier noch eine kleine Auswahl von Bildern des zweiten Spieltages (36 Fotos auf 2 Seiten) aus Caros Basketballfotografie auf Facebook und ein Link zu den Ergebnissen des Turniers.