Fotos: Carola Stolze (Facebook)

VON FRANZISKA SEIFERT

Das Wetter am Wochenende des Season-Openings war herrlich. Der Spätsommer zeigte sich von seiner besten Seite und lud zum Spazierengehen im Freien ein. Die GISA LIONS SV Halle und 35 Hallenser Fans verbrachten den Tag jedoch zunächst im Bus und später in der Swiss Life Hall in Hannover. Der Ausrichter des diesjährigen Season-Openings, der 1. Damen Basketball Bundesliga, der TK Hannover, hatte zwei Spielhallen bereitgestellt und dadurch konnten am Samstag alle Spiele des ersten Spieltags parallel laufen.

 

Unsere GISA LIONS starteten in ihrem laut Spielplan ersten Heimspiel 12.30 Uhr gegen die Eisvögel vom USC Freiburg. Die Eisvögel belegten als Aufsteiger in der Vorsaison einen starken 5. Platz und wollen auch in dieser Saison wieder in die Play-Offs.

Die ersten zehn Minuten der Partie gestalteten sich zunächst ausgeglichen. Beide Teams waren etwas nervös, was sich in einfachen Ballverlusten und vergebenen Nahwürfen zeigte. Luana Rodefeld zeigte in der letzten Minute des ersten Viertels zwei beherzte Aktionen und brachte ihr Team mit fünf Punken (14:19) in Führung. Freiburg schüttelte die Nervosität aus Viertel 1 schneller ab als die Löwinnen und übernahm im 2. Abschnitt das Kommando. Trotz Auszeit von José Araujo zogen die Eisvögel auf 16:26 davon. Die Löwinnen kämpften zwar und verteidigten gut, belohnten sich im Angriff aber nicht mit Punkten für Ihre erkämpften Bälle. Zudem waren die Freiburgerinnen deutlich aggressiver im Rebound und erarbeiteten sich immer wieder 2. und 3. Wurfchancen. Hier fehlte den Hallenserinnen auch die verletzte Chris Mercer unter den Körben. Mit 29:42 ging es für die GISA LIONS in die Kabine.

Das dritte Viertel starteten die Eisvögel mit einer Pressverteidigung, die den Löwinnen einige Probleme bereitete, so dass sich an der Punktedifferenz für die ersten vier Minuten der 2. Halbzeit nicht viel änderte. Auch das unglückliche vierte Foul von Barbora Kasparkova gestaltete die Aussicht auf eine Aufholjagd erst einmal nicht besser. Aber die LIONS waren jetzt doch im Spiel angekommen. Die Verteidigung stand deutlich besser. Im Kampf und Einsatz legte jede Spielerin noch eine Schippe drauf und im Angriff verwandelte Inken Henningsen zwei wichtige Dreier, so dass der Rückstand bei fünf Minuten im 3. Viertel plötzlich nur noch 43:46 hieß. Doch wie gewonnen so zerronnen: ebenso folgten zwei schnelle Distanzwürfe von Freiburgs Viktoria Wieczorek zum 43:52. Doch die LIONS ließen sich nicht einschüchtern und bis zum Viertelende verkürzten sie zum 53:59. Die LIONS-Fans konnten auf ein spannendes Schlussviertel hoffen. Das bekamen sie dann auch. Angeführt von Cori Coleman, Jordan Korinek und Elisa Hebecker blieben die Löwinnen in Schlagdistanz. Beim 62:63 sechs Minuten vor Spielende war alles möglich, aber es hatte nicht sollen sein. In der Endphase zeigten sich die Eisvögel dann, besonders im Abschluss, etwas cooler als die Löwinnen und gewannen das Spiel mit 68:73.

Die GISA LIONS waren natürlich enttäuscht, aber trotz der Niederlage kann man einiges Positives aus dieser Partie mitnehmen. Trotz der Ausfälle von drei wichtigen Spielerinnen (Mercer und Kampouraki verletzt, Belusova noch nicht spielberechtigt) haben sie mit einem starken Gegner auf Augenhöhe gespielt. Es ist dem Team außerdem gelungen trotz eines 13-Punkte-Rückstand ins Spiel zurückzukommen – durch Einsatz, Teamspiel und Kampf. Diese drei Attribute werden es sein, die die Löwinnen in dieser Saison zu Ihren wichtigsten Stärken machen müssen, dann werden sie ein ernstzunehmender Gegner in der 1. DBBL sein.

Headcoach José Araujo schätzte die Begegnung nach dem ersten offiziellen Erstligaspiel seiner Mannschaft wie folgt ein: „Wir waren vor dem Spiel sehr aufgeregt und konnten leider am Ende nicht gewinnen. Aber ich denke, es war ein gutes Basketballspiel und ich gratuliere Freiburg zum Sieg. Wir haben ganz gut angefangen und haben die gesamte Partie gegen ein wirklich gutes Team dagegengehalten. In der zweiten Halbzeit sind wir stark zurückgekommen und hätten das Spiel drehen können. Leider hatten wir große Probleme im Rebound, das nehmen wir auf jeden Fall aus diesem Spiel mit. Wir werden hart weiterarbeiten.“

Für die GISA LIONS SV Halle: Korinek (20 Punkte, 9 Rebounds, 1 Dreier), Coleman (11/3/1), Hebecker (11/2/-), Henningsen (11/1/3), Kasparkova (9/6/-), Budimir (2/5/-), L. Schinkel (2/2/-), Peroche (2/2/-), J. Schinkel (-/1/-) 

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