Fotos: Carola Stolze (Caros Basketballfotografie auf Facabook)

VON FRANZISKA SEIFERT

Die GISA LIONS SV Halle unterlagen am zweiten Spieltag der 1. Damen Basketball Bundesliga dem TSV 1880 Wasserburg am Ende deutlich mit 75:95.

Die Niederlage in dieser Höhe wäre eigentlich nicht nötig gewesen, denn die GISA LIONS zeigten eine insgesamt kämpferische Partie und in der Offensive bekamen die Zuschauer der ERDGAS Sportarena viele schöne Aktionen zu sehen. Die noch verbesserungswürdige Defensivleistung und das fehlende Rebounding der GISA LIONS waren die Hauptgründe dafür, dass die Wasserburgerinnen die zwei Punkte von der Saale mit an den Inn nehmen konnten. Und dann war da noch Wasserburgs Kelly Moten. Die blitzschnelle Aufbauspielerin war nicht zu stoppen und unheimlich treffsicher (26 Punkte, 3 Dreier). Sie war der Motor des Gästeteams.

Im ersten Viertel hielten die GISA LIONS, lautstark angefeuert von ihren Fans, zunächst gut mit. Wach und motiviert spielten sie mit dem Finalkandidaten auf Augenhöhe. Unkonzentriertheiten und ein Buzzer Beater von Moten am Ende des Viertels brachten die Löwinnen mit 21:29 jedoch ins Hintertreffen. Im zweiten Abschnitt war es dann insbesondere das mangelnde Rebounding, was den Gästen immer wieder zweite Chancen im Angriff ermöglichte, die sie häufig auch durch erfolgreiche 3-Punkt-Würfe nutzen. Insgesamt war die Trefferquote von Wasserburg an diesem Nachmittag überragend (51% aus dem Feld) und die Gäste setzten sich zweistellig ab. Dazu kam, dass Jordan Korinek und Elisa Hebecker schnell mit 3 Fouls belastet waren und im Spiel fehlten. Mit 39:51 ging es in die Halbzeitpause. Im dritten Viertel blieb es beim Rückstand von 11 bis 13 Punkten. Wasserburgs Spielroutine verhinderte die zahlreichen Comeback-Versuche der GISA LIONS. Jeder Fehler der Heimmannschaft wurde durch Zählbares bestraft und Wasserburg setzte sich immer weiter ab (59:77). Im vierten Viertel änderte sich dann nicht mehr viel am Spielstand. Wasserburg hielt die LIONS auf Distanz, die jedoch zu keinem Zeitpunkt der Partie aufgaben und bis zur letzten Minute kämpften.

Headcoach José Araujo war nach dem Spiel realistisch, er weiß, dass Wasserburg an diesem Nachmittag den besseren Basketball gespielt hat und warum das so war, aber er sieht auch positiv in die Zukunft: „In unserem ersten offiziellen Heimspiel in dieser Saison wollten wir ein gutes Basketballspiel abliefern. Leider ist uns das nicht gelungen. Mein Glückwunsch geht an das Team aus Wasserburg. Sie haben diesen Sieg verdient. Heute war unsere Verteidigung nicht gut genug und wir haben das Rebound-Duell klar verloren. Das war aus meiner Sicht ein Schlüsselfaktor für das Ergebnis des Spiels. Wir haben zwar wirklich hart gekämpft, uns aber zu viele Fehler in der Defense erlaubt. Wir adaptieren uns noch an die erste Liga, aber ich bin dennoch überzeugt, dass wir eine gute Saison haben werden. Jetzt müssen wir einfach weiterarbeiten und auf das nächste Spiel vorbereiten.“

Und dieses nächste Spiel ist ein sehr Wichtiges. Am 13.10.2019 geht es zu Hause gegen Mitaufsteiger SNP Baskets aus Heidelberg. Dann wollen die Löwinnen ihre ersten Punkte der Saison holen.

Let´s go LIONS.

 

Für die GISA LIONS SV Halle: Kasparkova (16 Punkte, 2 Rebounds, – Dreier), L. Schinkel (13/3/2), Korinek (12/2/-), Mercer (11/7/-), Henningsen (8/1/2), Coleman (7/1/4), Kampouraki (6/-/-), Hebecker (2/3/-), Peroche (-/-/-), Belusova (-/-/-), J. Schinkel, Heinicke

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