Foto: Carola Stolze

VON FRANZISKA SEIFERT

…der erste Sieg der Saison. In der wichtigen Partie gegen SNP BasCats USC Heidelberg gewinnen die GISA LIONS SV Halle alle vier Viertel und am Ende verdient mit 74:64.

Es war ein emotionaler Auftakt in das Spiel und es nahm schnell Fahrt auf. Die Damen aus Heidelberg spielten sehr aggressiv insbesondere in der Verteidigung und brachten die Löwinnen häufig zu unkontrollierten Abschlüssen. Aber die LIONS stellten sich schnell auf die harte Gangart ein und entschieden das Viertel mit 18:14 für sich. Die zweiten 10 Minuten begannen mit schnellen vier Punkten der Gäste zum Ausgleich, bevor die Löwinnen wieder die Führung übernahmen. Dreh- und Angelpunkt des Hallenser Spiels war Christin Mercer, die ackerte in Offense und Defense, reboundete und punktete. Positiv fiel bei den GISA LIONS auf, dass alle Wechsel, die José Araujo tätigte, sich nahtlos ins Spiel einfügten. Und das war sehr wichtig, denn mit den Ausfällen von Jelena Budimir und Barbora Kasperkova mussten die verbliebenen Centerinnen Chris Mercer und Jordan Korinek dennoch entlastet werden. Dabei unterstützen insbesondere Elisa Hebecker und Inken Henningsen. Zur Halbzeit konnte die Führung leicht auf 35:29 ausgebaut werden. Im dritten Abschnitt setzten sich die Löwinnen auf 12 Punkte ab, weil sie weiterhin gut verteidigten und selbst in der Offensive gute Spielzüge in Zählbares verwandelten. Leider blieben jedoch einige einfache Chancen liegen. Den Heidelbergerinnen gelang es immer wieder auf unter zehn Punkte zu verkürzen, aber in gefährliche Schlagdistanz kamen sie nicht. Mit einer Neun-Punkte-Führung ging es ins letzte Viertel. Das war dann das Viertel von Cori Coleman. Die 25-Jährige hatte bis dahin kein Wurfglück. Von den 18 Punkten der LIONS in Viertel 4 gingen 12 auf Coris Konto. Aber dieser Sieg war ganz klar ein Mannschaftserfolg, zu dem alle Spielerinnen beigetragen haben. 

Nach dem Schlusspfiff war es Headcoach José Araujo zunächst wichtig Folgendes zu sagen: „Wir, die „Seven Nation Army“ widmen unser heutiges Spiel den Opfern der Tragödie, die sich in unserer wunderschönen Stadt zugetragen hat. Unsere Gedanken sind bei Ihren Angehörigen.“ Im Hinblick auf das Spiel war er natürlich glücklich über den ersten Erfolg der noch jungen Saison: „Wir hatten in der Vorbereitung auf das Spiel einige Probleme (Krankheiten/Verletzungen währen der Woche, Anm. der Redaktion), deshalb bin ich sehr stolz auf unsere Spielerinnen. Heidelberg ist ein taffes Team, das schwer zu schlagen ist. Das haben sie in allen bisherigen Spielen gezeigt. Aber uns ist heute der Sieg gelungen und darüber sind wir sehr glücklich. Wir haben es im Spieleverlauf geschafft, etwas Abstand zu gewinnen und danach das Spiel zu kontrollieren. Jetzt müssen wir darauf aufbauen.“

In der kommenden Woche empfangen die GISA LIONS SV Halle den amtierenden deutschen Meister und Pokalsieger Herner TC. Bis dahin heißt es weiterhin auskurieren, Kräfte sammeln und auf der guten Leistung aufbauen.

Let´s go LIONS.

 

Für die GISA LIONS SV Halle: Mercer (18 Punkte, 8 Rebounds, – Dreier), Coleman (15/9/3), L. Schinkel (9/4/-), Hebecker (9/5/2), Henningsen (8/-/2), Korinek (6/6/-), Kampouraki (6/1/-), Belusova (3/2/-), Peroche (-/-/-),J. Schinkel, Heinicke