Foto: Carola Stolze

VON FRANZISKA SEIFERT

Das war eine bittere Niederlage für die GISA LIONS SV Halle. Am 13. Spieltag unterlagen die Damen vor heimischem Publikum mit 64:68 gegen den Tabellennachbarn BC Pharmaserv Marburg. Am Tabellenplatz 10 ändert sich für die Hallenserinnen aufgrund der anderen Spielergebnisse jedoch vorerst nichts.

Die Rechnung ist einfach. Am Ende muss man nur mit einem Punkt gewinnen und diese Chance hatten die Löwinnen an diesem Nachmittag allemal. Mehrmals in der Partie lagen sie mit bis zu sieben Punkten vorn, konnten aber am Ende das Spiel nicht für sich entscheiden. Mit knappen vier Punkten Vorsprung waren es nach 40 Minuten intensivem Kampf die Marburgerinnen, die sich glücklich in den Armen lagen.

Aber woran lag es? Der Wille war beim Team von José Araujo deutlich zu spüren. Nach anfänglich nervösem Run-and-Gun-Spiel beider Mannschaften übernahmen die GISA LIONS angeführt von Laura Schinkel nach vier Minuten die Kontrolle. Sie erarbeiteten sich auch durch gute Verteidigung eine 16:10-Führung nach Abschnitt 1. Im zweiten Viertel vergaben die Gastgeberinnen in der Startphase jedoch viele gut herausgearbeitete Chancen unter dem Korb und beim 22:21 waren die Marburgerinnen wieder dran. Die Löwinnen waren darüber sichtlich erschrocken, machten zu viele unnötige Fehler und Marburg fand sein Zielwasser. Trotz Auszeit von José Araujo stand es nach 15 Minuten 24:30. Die zweite Hallenser Auszeit zeigte dann mehr Wirkung und die Löwinnen kämpften sich über konzentriertere Spielzüge zurück in die Partie. Dennoch ging es mit 5 Punkten Rückstand (33:38) in die Halbzeitpause. In der Kabine schienen sich die GISA LIONS gut eingestellt zu haben. Mit Initialzündung durch einen Dreier von Inken Henningsen gaben die Löwinnen Gas und glichen innerhalb von drei Minuten zum 40:40 aus. Bis zwei Minuten vor Viertelende blieb das Spiel ausgeglichen. Tolle Spielzüge und gutes Teamspiel in Offense und Defense brachten die Hallenserinnen in der Schlussphase des dritten Viertels wieder ins Oberwasser und mit 53:48 ging es in die entscheidenden 10 Minuten.  Obwohl die Löwinnen nicht aufhörten zu kämpfen, gab es unerklärlicherweise gleich zu Beginn eneut viele Abstimmungsfehler im LIONS-Spiel. Die Marburgerinnen waren wieder in Schlagdistanz und gingen bei sieben verbleibenden Spielminuten durch einen Dreier von Finja Schaake in Führung (55:58). Diese gab das Team von Patrick Unger dann nicht mehr ab. Durch zwei beherzte Aktionen von Cori Coleman kamen die GISA LIONS bei 1:11 min auf der Uhr noch einmal auf 64:66 heran. Am Ende waren das jedoch die letzten Punkte für die Heimmannschaft. Es gilt für die GISA LIONS nun weiter hart zu arbeiten. Die Rückrunde hat gerade erst begonnen und es sind noch 10 Spiele zu absolvieren, um das Saisonziel zu erreichen.

Die nächsten beiden Spieltage führen die Löwinnen durch die Republik. Zuerst geht es am 19.01.20 nach Freiburg und anschließend am 26.01.20 nach Osnabrück. Das nächste Heimspiel bestreiten die GISA LIONS erst am 02.02.2020 um 16.00 Uhr in der ERDGAS Sportarena. Wir würden uns freuen, wenn wieder genauso viele Fans und Unterstützer wie heute dabei sind und die GISA LIONS lautstark zum 4. Heimsieg pushen.

Let´s go GISA LIONS.

Für die GISA LIONS SV Halle: Coleman (15 Punkte /6 Rebounds /3 Dreier), Kasparkova (13/6/-), Korinek (12/13/-), Henningsen (8, 3, 2), L. Schinkel (8/2/-), Mercer (4/4/-), Hebecker (2/-/-), Belusova (2/-/-), J. Schinkel, Budimir

Tabelle der 1. DBBL und Scouting des Spiels