Foto: Carola Stolze

VON FRANZISKA SEIFERT

Er ist nun auch für die GISA LIONS SV Halle besiegelt, der sportliche Abstieg aus der 1. Damen Basketball Bundesliga. Das Hallenser Erstligateam unterlag am Samstagabend dem Tabellenführer, den Rutronik Stars Keltern mit 73:92 (22:24, 15:21, 16:23, 20:24). Dadurch wird Platz 10 der Tabelle unerreichbar und der letzte Spieltag beim Tabellennachbarn Heidelberg hat nunmehr eher mentale Bedeutung.

Die Löwinnen haben sich jedoch in ihrem letzten Heimspiel vor heimischem Publikum gut verkauft und den Gästen einen fairen Kampf geboten. Im ersten Viertel lief der Ball gut und die Defensive stand verlässlich. Ein ausgeglichenes Spiel mit hoher Trefferquote entwickelte sich und nach 10 Minuten stand es 22:24. Maßgeblichen Anteil hatte auf Seiten der GISA LIONS Jordan Korinek (10 Punkte), die sich immer wieder energisch zum Korb durchsetzen konnte. Auch im zweiten Viertel zeigten die Gastgeberinnen, dass sie durchaus auf dem Niveau der ersten Liga spielen können. Zwei Dreier von Snežana Aleksić brachten die Löwinnen sogar 33:28 in Führung, so dass sich Keltern zu einer Auszeit gezwungen sah. Diese zeigte dann auch Wirkung. Die Gäste-Verteidigung wurde intensiver und der Angriff konsequenter und zum Ende der Halbzeit stand es nach einem 4:17-Lauf 37:45. Getragen wurden die Rutronik Stars in dieser Phase von ihrer Ausnahmespielerin Krystal Vaughn (13 Pkt. zur Halbzeit, 23 Pkt. insgesamt). Die 33-jährige US-Amerikanerin kam erst nach dem Jahreswechsel zum Tabellenersten und gibt dem Team mit ihrer Athletik und Erfahrung seither die notwendige Stabilität. Nach der Halbzeitpause blieben die GISA LIONS über erfolgreiche Dreipunktwürfe zunächst im Spiel. Leider konnten sie die Trefferquote dann nicht konstant halten und der Angriff war nicht mehr so flüssig wie in Halbzeit 1. Zudem mussten sie kräftemäßig Tribut zollen, was sich vor allem in der Rebound-Verteilung bemerkbar machte (gesamt 30:45). Daraus resultierten entweder Fastbreaks oder zweite Chancen für Keltern und das Gästeteam konnte sich immer weiter absetzen. Beim Stand von 53:68 nach dem dritten Viertel waren die Hoffnungen auf ein Basketballwunder in der ERDGAS Sportarena verschwindend gering. Zwar gaben die GISA LIONS nie auf und spielten auch in den letzten 10 Minuten aufopferungsvoll, aber hatten schlussendlich keine Chance auf einen Sieg.

Noch ist es zu früh, um ein Saisonfazit zu ziehen, denn eine Partie gibt es noch zu spielen und auch zum letzten Auswärtsspiel nach Heidelberg werden die Löwinnen mit dem Willen zum Sieg fahren, das sind sie sich selbst und ihren Unterstützern schuldig.

Let´s go GISA LIONS.

 

Für die GISA LIONS SV Halle: Korinek (27 Punkte /6 Rebounds /2 Dreier), Aleksic (14/6/4), Kaśparkova (10/3/-), Mercer (6/6/-), Coleman (6/2/1), Hebecker (3/1/1), Henningsen (2/2/-), Budimir (2/2/-), L. Schinkel (2/-/-), Beluśova (1/-/-), Kampouraki, J. Schinkel

Tabelle der 1. DBBL und Scouting des Spiels