Foto: Attila Dabrowski

VON FRANZISKA SEIFERT

Sowohl die GISA LIONS SV Halle als auch der BC Pharmaserv Marburg ließen in der bisherigen Saison im Durchschnitt etwas mehr als 65 Punkte zu. Vor dem Nachholspiel des 2. Spieltages war also bereits zu erwarten, dass es ein defensiv geprägtes Spiel werden würde. So kam es dann auch bei der Begegnung beider Teams am Mittwochabend. Während draußen vor der ERDGAS Sportarena und in ganz Halle und Umgebung ein Schneesturm herrschte, sahen die Zuschauer am Livestream eine eher gemäßigte Partie. Beide Mannschaften taten sich sehr schwer gegen die jeweilige Defense zu einfachen Würfen zu kommen, zu dicht standen die jeweiligen Verteidigerinnen und auch die Hilfen arbeiteten solide. Aufgrund der deutlich besseren Wurfquote im ersten Viertel (33% GISA LIONS vs. 69% Marburg) konnte sich Marburg einen 7-Punkte-Vorsprung erarbeiten. Der zweite Abschnitt war bei den Gastgeberinnen jedoch weiter geprägt von eher statischen Angriffen, erzwungenen oder selbstverursachten Ballverlusten und immer noch geringer Wurfausbeute. So richtig wollte der Spielmotor einfach nicht anspringen.  Da es den Gästen ähnlich erging wurde aus dem 13:20 bis zur Halbzeit ein mageres 23:27.  Zu Beginn des 3. Viertels starteten die Löwinnen etwas frischer. Mit Energie und endlich auch Treffern beiden Centerinnen der GISA LIONS Stella Fouraki und Barbora Kasparkova war das Spiel nach zweieinhalb Spielminuten beim 31:31 ausgeglichen. Danach kam jedoch Marburg, angeführt von Topscorerin Alexandra Wilke, die am Ende mit 23 Punkten 40% aller Gästepunkte erzielte, wieder besser ins Spiel. Mit 42:48 ging es ins entscheidende Viertel. In Sachen Punkteausbeute änderte sich auch hier nicht viel. Doch die Löwinnen taten das was sie in dieser Saison definitiv auszeichnet: Sie kämpften und mühten sich um jeden Ball. Beim Stand von 51:51 vier Minuten vor Spielende war alles drin. Leider musste das Team von Peter Kortmann da bereits auf die mit 5 Fouls belastete Fouraki verzichten. Da den Löwinnen in den verbleibenden Minuten nur noch ein Korb gelang und Marburg in der etwas hektischen Endphase einige freie Würfe gestattet wurden, mussten sich die Hallenserinnen mit 53:58 geschlagen geben. Lichtblick in dieser eher blassen Basketballpartie war der Einsatz von Neuzugang Deeshyra Thomas. In ihren ersten 23 Minuten für die GISA LIONS erzielte sie 6 Punkte und verteilte 5 wichtige Assists und wurde für ihre Leistung vom LIONS-Fancourt per Online-Abstimmung zur Spielerin des Tages gewählt.

Aber was war los bei den GISA LIONS? Schwere Beine vom kräftezehrenden Sonntagsspiel gegen Keltern, mentale Erschöpfung von der ungewöhnlichen Saison? Am Ende sicher eine Mischung aus verschiedenen Aspekten, die es gilt aufzuarbeiten, abzuhaken und sich auf die kommenden Partien zu konzentrieren.

Für die GISA LIONS SV Halle: Kasparkova (15 Punkte/5 Rebounds/- Dreier), Fouraki (10/5/-), Thomas (6/3/-, 5 Assists), Simpson (6/2/-), Grudzien (5/5/-, 4 Assists), Huff (5/3/1), White (3/1/1), Kreuter (2/-/-), L. Schinkel (1/1/-), Oswald